29.09.2026
Brunnhuber unterstützt Forderung nach Klarheit bei Einsatz-kosten: „Jetzt die Erfahrungen aus den Waldbränden nutzen“
Traunstein. Der Traunsteiner Landtagsabgeordnete Dr. Martin Brunnhuber unterstützt die Forderung von Landrat Andreas Danzer nach einer verlässlichen Klärung der Finanzierung der Einsatzkosten bei größeren Waldbrandereignissen.
„Hier muss jetzt schnell Klarheit geschaffen werden“, betont Brunnhuber.
„Die Einsatzkräfte müssen sich im Ernstfall auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können. Dazu gehört auch die Frage, wer die erheblichen Kosten eines solchen Einsatzes trägt und wie die Finanzierung verlässlich geregelt ist.“
Gleichzeitig müsse der Blick auf die Ausstattung der Rettungs- und Einsatzorganisationen sowie auf die Einsatzkonzepte gerichtet werden. Die Waldbrände im Landkreis Traunstein hätten deutlich gemacht, dass bei der Bekämpfung größerer Bergwaldbrände teilweise Neuland betreten werde.
„Wir müssen uns deshalb sehr genau anschauen, was funktioniert hat, wo es Schwierigkeiten gab und wo wir unsere Strukturen, unsere Ausrüstung und unsere Einsatzkonzepte weiterentwickeln müssen“, so Brunnhuber.
Brunnhuber verweist in diesem Zusammenhang auf einen gemeinsamen Antrag der Regierungsfraktionen von CSU und FREIEN WÄHLERN, der im Juni 2026 im Bayerischen Landtag eingebracht wurde.
Der Antrag „Waldbrandbekämpfung stärken“ fordert unter anderem eine Prüfung, ob spezialisierte Einheiten für die Waldbrandbekämpfung weiter ausgebaut und moderne Technologien wie Künstliche Intelligenz gezielt einbezogen werden können. Zudem sollen Fähigkeitslücken identifiziert und Erkenntnisse aus der aktuellen Waldbrandsaison berücksichtigt werden.
„An diesem Antrag habe ich als Abgeordneter aus dem Landkreis Traunstein maßgeblich mitgewirkt“, erklärt Brunnhuber. „Ausgangspunkt waren für mich nicht theoretische Überlegungen, sondern zahlreiche Gespräche mit den Einsatzkräften nach den Waldbränden bei uns im Landkreis. Die Erfahrungen und Einschätzungen derjenigen, die tatsächlich vor Ort im Einsatz waren, müssen die Grundlage für die weitere Arbeit sein.“
Brunnhuber warnt deshalb davor, nach einem solchen Ereignis lediglich kurzfristig öffentliche Aufmerksamkeit zu erzeugen. Entscheidend ist die detaillierte und sachliche Nacharbeit.
"Wir müssen gemeinsam mit den Feuerwehren, Rettungsorganisationen und den weiteren beteiligten Einsatzkräften aus den Erfahrungen lernen.“
Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, Schuldige zu suchen. „Es geht darum, Schwachstellen zu erkennen und daraus Konsequenzen zu ziehen. Gerade bei großen Bergwaldbränden stoßen die Einsatzkräfte teilweise auf besondere Bedingungen, für die bestehende Einsatzkonzepte und Ausrüstung nicht ohne Weiteres ausgelegt sind.“
Für Brunnhuber gehören deshalb mehrere Fragen zusammen: Wie werden die Einsatzkosten finanziert? Welche Ausrüstung steht zur Verfügung? Welche spezialisierten Fähigkeiten werden benötigt? Wie müssen Einsatzkonzepte weiterentwickelt werden? Und wie können die Erfahrungen aus konkreten Einsätzen systematisch ausgewertet werden?
„Unser Ziel muss sein, dass wir beim nächsten größeren Waldbrand besser vorbereitet sind. Das sind wir den Einsatzkräften und den Menschen, die sie schützen, schuldig“, so Brunnhuber.