„Eine Ausbreitung wäre eine Katastrophe für das hochsensible Ökosystem des Königssees“
Berchtesgadener Land/München – Die Forderung der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden, den Königssee konsequent vor einer Einschleppung der invasiven Quagga-Muschel zu schützen, wird von Dr. Martin Brunnhuber, MdL, ausdrücklich unterstützt. In Schreiben an den Leiter der Nationalparkverwaltung, Dr. Roland Baier, sowie an Landrat Michael Koller hat Brunnhuber seine umfassende Unterstützung für die Präventionsmaßnahmen zugesagt.
„Eine Ausbreitung dieser invasiven Art wäre eine Katastrophe für das hochsensible und komplexe Ökosystem des Königssees. Deshalb müssen wir alles daransetzen, eine Einschleppung von vornherein zu verhindern“, betont Brunnhuber.
Der Abgeordnete beschäftigt sich bereits seit längerer Zeit intensiv mit der Problematik der Quagga-Muschel und hat das Thema im Bayerischen Landtag mit verschiedenen Initiativen aufgegriffen. Dabei setzt Brunnhuber auf einen umfassenden Ansatz aus Forschung, Monitoring, Aufklärung und konsequenter Prävention.
„Wir dürfen nicht warten, bis die Muschel in einem Gewässer angekommen ist. Dann ist es nach den bisherigen Erfahrungen kaum noch möglich, sie wieder zurückzudrängen. Der entscheidende Hebel liegt deshalb in der Prävention und in der Forschung“, so Brunnhuber.
Dr. Brunnhuber geht es auch um die Bereitstellung von finanziellen Mitteln durch den Bayerischen Landtag für ein Pilotprojekt zur Bekämpfung und Eindämmung der Quagga-Muschel. Vorgesehen sind unter anderem wissenschaftlich begleitetes Monitoring, moderne Messtechnik sowie Maßnahmen zur Information und Sensibilisierung der Bevölkerung und der Wassersportler. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auch auf andere bayerische Gewässer übertragen werden.
Nachdem die Muschel in anderen bayerischen Seen nur mehr schwer einzudämmen ist, wäre es aus der Sicht des Abgeordneten eine Katastrophe, wenn sich diese Art auch im Königssee ausbreiten würde. Das einzigartige Zusammenspiel aus Wasserqualität, Nährstoffarmut, Fischbestand und weiteren Bestandteilen des Ökosystems dürfe nicht durch eine invasive Art aus dem Gleichgewicht gebracht werden.
„Beim Königssee geht es um Vorsorge. Wenn wir heute eine Übertragung verhindern können, ist das wesentlich wirksamer, als später die Folgen einer Ansiedlung bekämpfen zu müssen“, erklärt Brunnhuber.
Besondere Bedeutung hat für den Abgeordneten deshalb die enge Zusammenarbeit den beteiligten Stellen. In seinen Schreiben an Dr. Roland Baier und Landrat Michael Koller hat Brunnhuber zugesagt, die Bemühungen der Nationalparkverwaltung und des Landkreises auf politischer Ebene umfassend zu unterstützen.
„Ich begrüße ausdrücklich, dass die Nationalparkverwaltung hier sehr frühzeitig und konsequent handelt. Die notwendigen Schutzmaßnahmen müssen fachlich fundiert sein, aber sie dürfen nicht daran scheitern, dass einzelne Einschränkungen für Besucher oder Wassersportler unbequem sind. Der Schutz des Königssees muss Vorrang haben“, so Brunnhuber.
Gleichzeitig bietet Brunnhuber eine enge Abstimmung zwischen der Arbeit vor Ort und seinen Aktivitäten im Bayerischen Landtag an. Erfahrungen aus dem Berchtesgadener Land sollen in die weitere parlamentarische Arbeit einfließen. "Auch die anderen Seen im Berchtesgadener Land müssen wir im Auge behalten, mahnt Dr. Brunnhuber.
„Nationalparkverwaltung, Landkreis und Freistaat müssen hier an einem Strang ziehen. Ich werde meinen Beitrag dazu leisten, dass Forschung, Aufklärung und vor allem Prävention weiter vorangebracht werden. Unser Ziel muss klar sein: Die Quagga-Muschel darf den Königssee nicht erreichen.“
Brunnhuber dankte der Nationalparkverwaltung und dem Landkreis ausdrücklich für ihr konsequentes Vorgehen und kündigte an, das Thema auch auf Landesebene weiter zu begleiten.