31.08.2026
MdL Brunnhuber: Freistaat muss sich an der Lösung der Chiemsee-Verschlammung beteiligen

Die zunehmende Verschlammung der Chiemsee Buchten wird zu einer wachsenden Herausforderung für Schifffahrt, Hafenanlagen, Bootsverleiher, Tourismus und Ökologie. Darauf weist der Landtagsabgeordnete Dr. Martin Brunnhuber in einer Anfrage an das Bayerische Finanzministerium hin und fordert eine Beteiligung des Freistaats.

„Gerade in Bereichen wie der Feldwieser Bucht, Prien oder Seebruck führen Sedimentablagerungen und längere Niedrigwasserperioden bereits zu spürbaren Einschränkungen“, so Brunnhuber. Gleichzeitig müssten Kommunen, Vereine und Unternehmen erhebliche Anstrengungen unternehmen, um notwendige Entschlammungsmaßnahmen zu finanzieren und mit den anfallenden Sedimentmengen umzugehen.

Für Brunnhuber ist dabei auch die finanzielle Beteiligung des Freistaats eine Frage eines ausgewogenen Interessenausgleichs: „Wenn Gebühren für die Nutzung des Chiemsees erhoben werden, sollte sich der Staat auch an den Kosten für Maßnahmen beteiligen, die die Nutzung der Anlagen wie Häfen oder Bootsverleihe weiterhin möglich machen. Deshalb ist eine finanzielle Beteiligung des Freistaats bei der notwendigen Entschlammung nur konsequent.“

Der Freistaat erhebt unter anderem von Bootsverleihern und Hafenanlagen Gebühren für die Nutzung staatlicher Gewässerflächen. Brunnhuber hat deshalb beim Bayerischen Finanzministerium nachgefragt, welche Fördermöglichkeiten bestehen und ob der Freistaat bereit ist, gemeinsam mit Kommunen, Landkreisen und den örtlichen Akteuren ein langfristiges Sedimentmanagement für den Chiemsee zu entwickeln.

Dabei geht es neben der Finanzierung insbesondere um die Frage, wie die großen Mengen anfallenden Sediments künftig sinnvoll zwischengelagert, getrocknet, verwertet oder deponiert werden können.

„Der Chiemsee ist von herausragender ökologischer, touristischer und wirtschaftlicher Bedeutung für die gesamte Region. Die Verantwortung für seine Zukunft darf deshalb nicht allein bei den Kommunen und örtlichen Betrieben liegen. Der Freistaat sollte hier gemeinsam mit den Betroffenen Verantwortung übernehmen“, so Brunnhuber.