29.11.2025
Mehr Schutz für Mensch, Natur und Infrastruktur: Dr. Martin Brunnhuber begrüßt zusätzliche Mittel für Hochwasserschutz und neue Weichenstellungen im Bayerischen Wassergesetz
Der Traunsteiner Landtagsabgeordnete Dr. Martin Brunnhuber begrüßt die vom Bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber angekündigten deutlichen Investitionssteigerungen beim Hochwasserschutz sowie die Neuerungen im Bayerischen Wassergesetz. „Der beste Hochwasserschutz kombiniert natürliche Ansätze mit modernen technischen Lösungen. Jede Investition schützt Menschenleben, unsere Heimat und die wirtschaftliche Stabilität unserer Region“, betont Brunnhuber.
Mit zusätzlichen 10 Millionen Euro im Jahr 2026 und weiteren 25 Millionen Euro im Jahr 2027 aus Bundesmitteln sollen zukünftige Hochwasserschutzmaßnahmen noch konsequenter umgesetzt werden. Ergänzend dazu wird der Hochwasserschutz im neuen Bayerischen Wassergesetz als „überragendes öffentliches Interesse“ eingestuft – und erhält damit Priorität bei allen Planungen und Genehmigungen.
„Diese Stärkung ist enorm wichtig – gerade für Regionen wie den Landkreis Traunstein, die in den vergangenen Jahren extrem unter Starkregen, Überflutungen und klimabedingten Veränderungen gelitten haben“, sagt Brunnhuber.
Die Folgen des Klimawandels zeigen sich nach Auffassung von Dr. Brunnhuber im Landkreis Traunstein besonders deutlich. Die exponierte Lage am Übergang von Alpen und Alpenvorland macht die Region besonders verwundbar. Studien des Landesamts für Umwelt bestätigen einen spürbaren Temperaturanstieg, weniger Frosttage und eine Veränderung der Niederschlagsverteilung. Daraus resultieren häufigere Starkregenereignisse, Überschwemmungen, aber auch langanhaltende Trockenphasen mit sinkendem Grundwasserspiegel.
Zudem erhöht sich der Druck auf den Schutzwald in den Chiemgauer Alpen. Brunnhuber: „Unsere Bergwälder – etwa am Rauschberg oder im Achental – sind essenziell. Sie schützen Siedlungen und Verkehrswege vor Muren und Hochwasser. Ihre Sanierung bleibt eine zentrale Aufgabe.“
„Auch die Stadt Traunstein ist permanent gefährdet, und wir müssen die Entwicklung im Auge behalten“, sagt Dr. Brunnhuber. Die Stadt sei in ihrer Geschichte immer wieder von großen Hochwassern getroffen worden. Die Traun führe in außergewöhnlichen Lagen enorme Wassermassen. „Wir müssen alles daransetzen, dass sich die starkregenbedingten Notlagen der letzten Jahre nicht wiederholen“, mahnt Brunnhuber und fordert:
„Wir brauchen ein enges Zusammenspiel von Staat, Landkreis und Kommunen. Hochwasserschutzpläne dürfen nicht in der Schublade liegen – sie müssen regelmäßig überprüft, geübt und an neue Klimarealitäten angepasst werden.“
Positiv bewertet Dr. Brunnhuber, dass im Rahmen der Härtefallförderung über die RZWas allein 2026 weitere 50 Millionen Euro für kommunale Projekte bereitgestellt werden – etwa für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Er betont die Notwendigkeit eines umfassenden Ansatzes: natürliche Retentionsräume erhalten und Auen schützen, Schutzwälder pflegen und sanieren sowie Deiche, mobile Barrieren und moderne Pumptechnik bereitstellen.
Ausdrücklich lobte Brunnhuber die professionelle Arbeit des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein, das mit seinen hochkompetenten Fachleuten und seinem strategischen Ansatz ein Garant für bestmöglichen Hochwasserschutz sei.
Dr. Brunnhuber abschließend:
„Die Menschen im Landkreis Traunstein brauchen und verdienen bestmöglichen Schutz. Mit den zusätzlichen Mitteln, dem neuen Wassergesetz und einer starken gemeinsamen Anstrengung können wir unsere Heimat resilienter machen – für heute und für kommende Generationen.“